ipak, zanimljivo je kako je stara jugoslavija postala ovaki kult. you tube je pun nekih propagandskih videa i himna i, reci mo, ljubavnim pjesmama o jugoslavije. tako su obrnute emocije, koje se pokusavaju stvoriti, da moja generacija vise nije ni sposobna da ocijeni historiju jugoistocne evrope.
i, evo dva videa, koja su cista propaganda – ali i na nekom nacinu su zanimljiva za gledanje. ali: pozor!
es ist interessant, wie das alte jugoslawien zu solch einem kult werden konnte. youtube ist voll von propagandistischen videos und hymnen und, sagen wir, liebensliedern über jugoslawien. die emotionen, die erzeugt werden sollen, sind so verdreht, dass gerade meine generation kaum eine chance hat, die geschichte südosteuropas richtig einzuordnen.
hier noch zwei videos, die reine propaganda sind – und dennoch auf eine art und weise ineteressant anzusehen. aber: achtung!
viele haben es gemerkt, einige wollen es noch nicht so recht wahr haben: wien ist nicht nur eine großstadt und eine metropole. die bundeshauptstadt wird auch immer schneller; und viele fühlen sich dadurch an den rand gedrängt. deswegen: entschleunigen. oder?
das thema wird wohl nicht nur aufgrund der derzeitigen krise aktuell. das streben der menschen, sich immer wieder mal zu entspannen und die gemütlichen seiten des lebens zu entdecken, ist offenbar wieder “in”. genau diesem ansatz, verbunden mit dem vorsatz der nachhaltigen lebensweise, widmet sich auch ua. die agenda gruppe “slow city” der agenda 21 josefstadt.
sie stellen mitunter folgende fragen: wie schaffen wir es, dass der achte wiener gemeindebezirk seinen dörflichen charakter beibehält? wie den verkehr reduzieren? und was für eine rolle hat für uns fair trade, bio und ähnliche zertifikate der fairness und nachhaltigkeit?
mit diskussionen und weiteren veranstaltungen versuchen sie, die bürgerInnen zu erreichen. und die politik wird auch nicht ausgespart, ist die agenda 21 doch ein von der uno initiiertes projekt auf gesamtglobaler ebene. wien ist seit 1996 dabei.
Gesundes Essen kann auch fair oder gar rein biologisch sein. Aber vor allem deswegen auch teuer. (PIXELIO/RenataAsali)
allerdings geht auch in diesem diskurs ein wenig unter, für wen eigentlich eine ausgeprägte nachhaltigkeit im lebensentwurf gedacht ist. spätestens ab jetzt bekommt die romantische idee einen riss, denn die arbeiterInnenklasse wird dezidiert ausgespart. und so bleibt beispielsweise ein drei-familien-haushalt mit zwei arbeitenden elternteilen außerhalb der zielgruppe, vor allem deswegen, weil das geld nicht ausreicht.
aber auch der bewusstwerdungsprozess ist schwierig. wie an menschen herankommen, die aufgrund von ermüdung am späten nachmittag nicht eine zeitschrift für vegane lesen – sondern die krone. wenn sie denn überhaupt lesen. zumindest hier wird eines klar: das gegenteil von gut ist oft gut gemeint.
ps: willst du mehr wissen? im augustin kannst du den aktuellen artikel dazu lesen. erscheinungsdatum: mittwoch, 17.06!
morgen ist es also so weit. die siebenundzwanzig mitgliedsländer der europäischen union wählen 785 parlamentarierInnen. und in österreich wirkt es nicht so, als würde irgendein hahn danach krähen.
die eu soll ein starker und kompetenter partner im internationalen weltgeschehen sein. das ist auch der wunsch vieler europäerInnen.(PIXELIO/geralt)
der eu-hass und die feindlichkeit gegenüber allem “aus brüssel” scheinen einer latenten gleichgültigkeit gewichen zu sein. nicht einmal jede zweite bewohnerin österreichs wird zur urne schreiten, melden die meinungsumfragen. und die “krone” tut mit hilfer des um sich schlagenden populismus ihr übriges, um die wahlbeteiligung niedrig und den hass gegenüber allen eu-institutionen hoch zu halten.
und viele, sehr viele wissen es immer noch nicht: gäbe es keine eu, könnte niemand auf diesem kontinent sicher leben. denn, eine europäische union impliziert auch eine ständige sicherheit, dass es keinen krieg gibt oder das menschenrechte eingehalten werden. zwei dieser rechte sind jene auf familienzusammenführung oder auf eine freie meinungsäußerung. niemand würde ernsthaft bestreiten, wir hätten beide nicht. österreich hat die europäische menschenrechtskonvention im verfassungsrang; als einziges land in der eu.
die wahlbeteiligung scheint dies freilich nicht zu heben, die liebe zum friedensprojekt eu offenbar auch nicht. ein grund wird immer wieder genannt, nämlich, dass die österreichische bevölkerung erstens nichts mit zu entscheiden hat und zweitens unsere gewählten abgeordneten keine macht haben. wirkt auf den ersten blick auch beinahe so: das kleine österreich mit seinen nach der wahl gestellten siebzehn abgeordneten kann gegen ein deutschland mit knapp 90 männern und frauen im parlament nichts ausrichten. und ein swoboda, voggenhuber oder karas können auch wenig bewirken. “mir lassen uns nix sagen”.
komplexer ist es dennoch. österreich hat im europäischen parlament, welches immer mehr befugnisse und kompetenzen erhalten hat, natürlich an zahlen gemessen sehr wenig einflusskraft. und ehrlich gesagt: das ist gut so. ein kleines land kann sich nie und nimmer so aufblasen und für wichtig erachten, dass es über die anderen staaten entscheiden kann. österreich sollte, wie übrigens jedes andere mitgliedsland, nie und nimmer die möglichkeit haben, sich über entscheidungen europa betreffen hinwegzusetzen. nebenbei gesagt: der vertrag von lissabon hätte uns statt bald siebzehn sogar neunzehn mandatare beschert. und ein stärkeres parlament. aber nichts da.
und zum zweiten: unsere parlamentarierInnen sind doch ein wenig wichtiger und bedeutender, als wir das selber gerne sehen würden. warum wir es nicht wissen, könnte ua. daran liegen, dass unsere politikerInnen in österreich aber rein gar nichts machen, um die arbeit der eu-abgeordneten bekannter zu machen. im gegenteil. dabei ist es doch schön zu wissen, dass hannes swoboda ua. einer der stellvertretenden vorsitzenden der europäischen sozialdemokraten ist. othmar karas ebenso, wenn auch in schwarz.
und fleißig sind sie auch. ein johannes voggenhuber ist zu 90% anwesend, ein hp martin zu 79%. auch haben sie ungemeint viel engagement gezeigt. mölzer zb setzt sich auch mal für die waffenbesitzerInnen ein.
aber: “das thema wurde verfehlt“, könnte man nach dem ungemein zachen wahlkampf sagen. “wir wissen so gut wie nichts”. und deswegen wird auch kaum ein hahn oder eine henne wählen gehen.
es ist schon eine interessante sache, wenn sich jemand auf die suche nach seinen vorfahren macht. dabei stolpert der eine oder die andere über so manche skurrile oder traurige geschichte. doch am ende hat jedeR von uns ein meist größeres und bedeutungsvolleres bild seiner eigenen herkunft.
“ahnenforschung” dieser art kann man zur zeit in der wiener kunsthalle bestaunen. dort kriegt man nämlich im rahmen der wiener festwochen die möglichkeit, die kleinen geschichten von vielen einzelnen zu erfahren. in einem kleinen büro in der halle G gibt es genügend bild- und tonmaterial, um sich von lebensentwürfen einzelner ein “bild” machen zu können. wobei bild hier nicht unbedingt richtig ist, denn der schwerpunkt liegt im erzählen von geschichten. und am ende werden alle geschichten auf den weltkarten gesammelt zu einem ganzheitlichen bild.
möchtest du mehr erfahren? dann hör’ dir doch meinen radio-beitrag an, den ich im rahmen einer lehrveranstaltung auf dem institut für publizistik- und kommunikationswissenschaft gemacht habe.
und wen die debatte rund um den dritten nationalratspräsidenten auch nicht kalt lässt, und er oder sie sich auf der anständigen seite befindet, der möge doch bitte hier vorbei schaun!
ab jetzt habe ich auch einen neben-auftritt beim blog der wiener straßenzeitung augustin. neben meiner journalistischen tätigkeit für die print-ausgabe blogge ich von nun an in mehr oder weniger regelmäßigen abständen unter www.augustin.or.at -> blog oder : zum blog
ich würde mich freuen, wenn meine kommentare auch dort so zahlreich gelesen werden, wie hier. und: ich bin beim augustin auch mit meinem “echten” namen angeführt. also, wer es wissen will, ab zum augustin!
es ist bezeichnend für ein staatsnahes medium, dass es von zeit zu zeit einfach mal blödsinn schreibt. denn, wie schon friedrich hausjell in der nächsten augustin-ausgabe meint: wenn der förderer in der nähe sitzt, dann kommt’s schnell mal zu unannehmlichkeiten. oder zu unfreiwilliger komik, wie am beispiel der wiener zeitung zu sehen ist.
endlich gibt es bewegung in sachen asylregelungen auf gesamteuropäischer ebene. das bald neu zu wählende eu-parlament hat sich dafür entschieden, dass asylwerberInnen schon nach sechs monaten eine arbeitserlaubnis erhalten. und das reichsblatt wiener zeitung (wz) berichtet natürlich darüber.
“fast alle gegen neue eu-asylrichtlinie”, heißt der titel des auf seite vier der dienstagsausgabe erschienen artikel. wer ihn geschrieben hat? keine ahnung, eine autorin wird nach alter wz-manier erstmal gar nicht angeführt. aber es wird wohl auch gründe geben, wohl auch ganz gewichtige gründe, warum sich niemand so recht verantwortlich für diesen bericht zeigen möchte.
“österreich wird novelle nicht zustimmen”, heißt es weiter im no-name-artikel. das kann auch gerne geglaubt werden, dass österreich hier nicht zustimmen wird. aber: wer genau ist denn dieses österreich? die parteien? die bevölkerung? hä?
eine zeitungsente ist eine zeitungsente ist eine ... (PIXELIO/Knipsermann)
aber ganz ruhig, denn “entschieden ist noch nichts”, tröstet uns der ghost-writer. “im rat der eu-innenminister wurde das paket bisher lediglich vorgestellt, aber nicht diskutiert.” was sind wir froh, dass in sachen asyl- und menschenrechte noch nicht aller tage abend ist. aber, wenn österreich so einheitlich wie kaum zuvor “nicht zustimmen” wird und sowieso “fast alle” gegen die neuen bestimmungen sind, dann sind ja die 431 eu-mandatare völlig verwirrt gewesen, als sie im eu-parlament für ja gestimmt haben.
andreas unterbeger, der chef-psychologe und seelsorger der wz, konnte in seinem “nicht ganz unpolitischem” tagebuch nicht drumherum, als sich über diese “zuwanderung fördernde” asylrichtlinie aufzuregen. ist es doch fast unverständlich, dass zuwanderung gefördert oder die regelungen zumindest der genfer konvention angeglichen werden sollten. zuwandern in österreich ist ja ein klacks.
aber, unterbeger ist nicht der einzige mit einer scharfen zunge bzw. einer spitzen feder im wz-hause. herbert kasper, ein gar sehr pikanter schreiberling, weiß, wie provokation funktioniert. da erzählt er über die presse am sonntag, die othmar karas und ernst strasser auf einem foto zeigt – und in der bild-unterschrift doch tatsächlich die namen vertauschte: ob das “die austauschbarkeit von kandidaten andeuten sollte?” gewiss!
es ist bezeichnend für eine globalisierte welt mit vielen verschiedenen, voneinander unabhängigen machtzentren, dass sehr viel über medien kommuniziert wird. dabei tritt auch das mitunter konstruktivistische phänomen auf, dass nicht nur mittels medien kommuniziert wird, sonder vor allem auch über medien erzeugtes mittels medien kommuniziert wird. wir wissen am ende gar nicht mehr, wo die wahrheit anfängt und die mediale dichtung ihr ende findet.
swine flu was here – das könnte in den nächsten tagen irgendwo auf einer parkbank geritzt stehen. eine erinnerung und ein zeichen dafür, dass etwas da gewesen ist, dass man wahrscheinlich nie zu gesicht bekommen wird. aber wieso wissen wir, dass es diese gefahr des neuen h1n1 virus gibt? und wieso fürchten wir uns? wieso vor allem wir außerhalb amerikas?
Zur Sicherheit legt sich die Schweinegrippe schlafen (PIXELIO/Knipsermann)
das ist eines der phänomene, die moderne massenmedien und moderne massenmediengesellschaften mit sich bringen. es wird vielerorts diskutiert, ob die grippe nicht eher herbeigeredet wird, quasi als motor der medienwirtschaft in wirtschaftlich schrecklichen zeiten. dieses argument vertritt mitunter die wiener straßenzeitung augustin. andererseits, wie hier in einem video der new york times zu sehen ist, ist die gefahr eine durchaus reale und betrifft das alltägliche handeln der menschen in mexiko city. nicht nur die vorstellung und die vorgestellte angst machen druck; das reale leben und fühlen ist von angst besessen. ob das nur medien zu verdanken ist?
“die österreichische landsmannschaft beehrt sich, sie zum schulvereinstag 2009 herzlich einzuladen.” und was macht man da? nun, das scheint noch viel schlimmer zu sein, als das, was folgt.
letztens flatterte mir eine broschüre von der österreichischen landsmannschaft (kurz: ölm) ins haus. das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mal den eckart abonniert hatte, wohlgemerkt nur probeweise und für eine kurze zeit. doch der spaß hielt länger als gedacht.
aber so lustig, wie es die recken von der ölm haben, geht’s bei mir wohl nicht zu. dennoch, da musste ich lachen: wie schätzt wohl landesabgeordneter pius leitner eine “wiedervereinigung süd-tirols mit österreich” ein, wird er in dieser broschüre gefragt. es schaut nicht schlecht aus, lässt er durchblicken, vor allem, wenn er darauf hin weist, dass “alle deutschen an einem strang ziehen” sollten. dann wird’s auch was.
dass das wohl nicht so aussichtslos ist, wie mancher zentraleuropäer so denkt, das kann leitner mit leichtigkeit beweisen. leitner sieht vor allem in der jugend ein potential, sozusagen liegt es auch an ihr, die wiedervereinigungswünsche zu verwirklichen. nicht zuletzt erkennt er bei dieser erwähnten jugend “einen großen drang” an “patriotischer gesinnung”. wie lange er diese erkenntnis noch für sich behalten kann?
und weil nicht wirklich bekannt wurde, was denn nun bei diesem schulvereinstag so für spielchen getrieben werden, wollen wir uns ansehen, was die quasi schwestern-organisation, die fpö, denn so für sachen macht.
es lohnt sich jede einzelne minute – vor allem der schluss.